Politik-Wirtschaft
Die Bedeutung des Faches Politik-Wirtschaft
Die zentrale Aufgabe des Unterrichtsfaches Politik Wirtschaft ist es, laut Kerncurriculum für das Gymnasium (Schuljahrgänge 8-10) (Niedersächsischen Kultusministerium (Hg, 2015), Kerncurriculum für das Gymnasium Schuljahrgänge 8-10, Politik-Wirtschaft, verbindlich ab dem Schuljahr 1.8.2015 für den Schuljahrgang 8 , ab dem 1.8.2016 für den Schuljahrgang 9, ab dem 1.8.2017 für den Schuljahrgang 10. Das Kerncurriculum kann als PDF-Datei von Niedersächsischen Bildungsserver (NIBIS) (http://www.cuvo.nibis.de) heruntergeladen werden), „die Schülerinnen und Schüler in die Lage zu versetzen, politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Sachverhalte, Probleme und Interdependenzen zu erfassen, zu beurteilen sowie Interessen zu artikulieren und Entscheidungen zu treffen. Die im Bereich der politischen und ökonomischen Bildung erwarteten Kompetenzen sollen die Lernenden dazu befähigen, sich in der demokratischen Gesellschaft in öffentlichen Angelegenheiten und ökonomischen Situationen verantwortungsbewusst einzubringen.“
Unsere Demokratie braucht mündige, informierte und sozial handelnde Bürgerinnen und Bürger. Das Fach Politik und Wirtschaft soll die Kenntnisse und Einsichten vermitteln, die zum Verständnis politischer, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Sachverhalte erforderlich sind und die Grundlage eines politischen Urteils bilden sollen. Ziel ist eine verantwortliche Mitwirkung in Staat, Gesellschaft und Wirtschaft vorzubereiten. Die moderne Gesellschaft ist geprägt durch sozialen, ökonomischen und politischen Wandel, der Innovation, Offenheit, Selbstständigkeit, Eigenverantwortung und Leistungsbereitschaft sowie soziale Verantwortung verlangt. Normative Leitbilder sind kontrovers und durch Interessen beeinflusst. Das muss auch im Unterricht in Politik und Wirtschaft deutlich werden; gleichzeitig hat sich der Unterricht an der normativen Wertordnung des Grundgesetzes und der niedersächsischen Verfassung zu orientieren und inhaltliche Orientierung zu vermitteln.
Ökonomische Bildung vermittelt Orientierung für den weiteren Bildungsgang und die Berufs- und Studienentscheidung. Im Verlauf des gymnasialen Bildungsganges ist deshalb ein Betriebspraktikum (am FKG im Jg. 11) verpflichtend. Simulationen und Planspiele sowie Schülerfirmen stellen zudem wichtige handlungsorientierte Möglichkeiten dar, betriebswirtschaftliche Grundkenntnisse zu erwerben. Ökonomische Bildung soll die Schülerinnen und Schüler in die Lage versetzen, sich den Herausforderungen des technischen und ökonomischen Strukturwandels aktiv zu stellen. Sie muss dieser Dynamik Rechnung tragen, die Grundlagen für eine sachliche Beurteilung vermitteln und gleichzeitig den Zusammenhang zu den Schwerpunkten der politischen Bildung beachten.
Von der Fachgruppe Politik-Wirtschaft durchgeführte Projekte, Initiativen und Aktionen
Juniorwahl
Die Juniorwahl ist ein Projekt, das eine reale Wahl (Bundestagswahl, Landtagswahl oder Europawahl) an Schulen simuliert. Die Schülerinnen und Schüler erleben den gesamten Wahlprozess, richten Wahllokale ein, erstellen Wählerverzeichnisse, bilden Wahlvorstände und geben ihre Stimme an der Wahlurne oder online ab. Diese simulierte Wahl findet in der Regel in der Woche vor der eigentlichen Wahl statt, nach der auch das Ergebnis der Wahl an der Schule bekannt gegeben wird. Teilnehmen können Schülerinnen und Schüler ab der 7. Klassenstufe.
Jugend debattiert
Bei "Jugend debattiert" trainierst Du, wie man das Wort ergreift und aufmerksame Zuhörer findet. Du redest mit, denn du weißt, wie Du deinen eigenen Standpunkt findest, dazu stehst und auf andere eingehen kannst. Du lernst, beim Thema zu bleiben, eigene Argumente zu finden und die Argumente anderer genau zu prüfen. Du lernst von und mit anderen. Denn die Sichtweisen anderer zeigen Dir, was Du vielleicht selbst noch nicht gesehen hast.
Eine Teilnahme am Wettbewerb ist möglich. Das Projekt „Jugend debattiert“ ist Teil von WPU im Jahrgang 9 und darüber hinaus offen für Jahrgang 8-13 (Link: https://www.jugend-debattiert.de/wettbewerb).
Planspiel Börse
Das Planspiel Börse ist ein Schulprojekt der Sparkassen zur politischen und ökonomischen Bildung für Schülerinnen und Schüler, welches wir aktuell für die Jahrgangsstufen 10 - 13 (inklusive IB) anbieten. Ziel ist es, Jugendlichen die Funktionsweise der Börse und die Bedeutung von Aktien und Wertpapieren praxisnah zu vermitteln, wobei sie ein virtuelles Startkapital erhalten, um über einen festgelegten Zeitraum hinweg eigenständig Transaktionen an der Börse zu tätigen. Es wird der gesamte Ablauf eines Wertpapierhandels simuliert
(Link: https://www.planspiel-boerse.de).
Zugleich wagen wir aber auch, insbesondere im zweiten Halbjahr nach dem offiziellen Ende des Wettbewerbs, einen Blick weit über den Tellerrand des Börsengeschehens! Gesellschaftsrelevante Themen wie Nachhaltigkeit, Klimawandel und Krieg sind ebenso von Belang wie die Frage, inwiefern Politik und Psychologie mit dem Thema Aktienhandel verbunden sind. Zu guter Letzt reflektieren wir unser Handeln unter moralischer Perspektive: In welche Aktien „darf“ man eigentlich investieren, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben – Ausgang offen.
Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage
„Die Würde des Menschen ist unantastbar“ ist nicht nur der erste Paragraf im Grundgesetz, sondern sollte auch eine Selbstverständlichkeit im Umgang des menschlichen Miteinanders sein. Institutionell ist die Schulgemeinschaft am FKG geprägt durch den bilingualen Zweig, die Sprachlernklasse und das International Baccalaureate. Unsere Schulgemeinschaft besteht damit aus sehr unterschiedlichen Menschen und diese Verschiedenheit unterstützt uns dabei, eine Form der Schulkultur zu leben und zu gestalten, die Individualität wertschätzt, aktiv für die individuelle Entfaltung einsteht und in der wir uns auf diese Weise miteinander verbunden fühlen.
Als Mitglied des Netzwerks „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ führt am FKG eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern jährlich Projekte zu Themen wie Rassismus, Antisemitismus, Sexismus oder Courage durch, damit sich unsere Schule institutionell und kulturell nachhaltig weiter in diesem Sinne verändern kann, damit das FKG noch stärker zu einem Ort wird, an dem sich jeder Mensch angenommen und respektiert fühlt, und damit wir alle zusammen lernen, auch unsere Gesellschaft im Sinne einer Kultur der Toleranz positiv zu beeinflussen und zu verändern.
Alle Schülerinnen und Schüler sind eingeladen, mitzuwirken. Meldet euch gerne unter schule.mit.courage@fkggoettingen.de Weitere Informationen findet ihr auf unserer Homepage (Link: https://www.fkg goettingen.de/schulleben/schule-ohne-rassismus) oder beim Netzwerk (Link: https://www.schule ohne-rassismus.org).
Business4school
Business4school ist eine Initiative, die den Schülerinnen und Schülern wirtschaftliches Denken und Unternehmertum versucht mithilfe von Experten, die aus der Hochschule und der Wirtschaft kommen, näherzubringen. Das Format ist recht abwechslungsreich, denn es gibt Diskussionen, Präsentationen, Rollenspiele, Miniworkshops und Exkursionen. Insgesamt sind es sechs Veranstaltungen innerhalb eines halben Jahres/eines Semesters. Die Schülerinnen und Schüler können an allen vier Semestern teilnehmen, aber sie haben auch die Möglichkeit, sich auf ein Semester zu beschränken. Weitere Informationen gibt es bei Business4school.
(Link: auf https://www.business4school.de).
Wahlen zum Jugendparlament
Seit 2020 wird in Göttingen alle zwei Jahre ein Jugendparlament von allen Schülerinnen und Schülern Göttingens gewählt. Es bietet für Jugendliche in und um Göttingen eine Möglichkeit, auf kommunaler Ebene Einfluss auf die Politik zu nehmen. Die 31 Parlamentarierinnen und Parlamentarier verfügen über einen eigenen Etat, sowie Rede- und Antragsrecht in vielen Ausschüssen des Rates. Für das Jugendparlament kandidieren können alle Schülerinnen und Schüler zwischen 12 und 18 Jahren. Weitere Infos über das Gremium sind auf der Internetpräsenz der Stadt Göttingen zu finden (Link: https://www.jugendparlament-goettingen.de).
POL&IS
POL&IS ist ein Planspiel der Bundeswehr in Form einer dreitägigen, interaktiven und rollenbasierten Simulation, die mit vorgegebenen Regeln sicherheitspolitische Zusammenhänge vereinfacht darstellt. Die Teilnehmenden erleben, wie lebendig Politik sein kann. Gleichzeitig soll das Interesse an der Gestaltung politischer Prozesse und an der internationalen Sicherheitspolitik geweckt werden. POL&IS setzt sich aus 13 Regionen zusammen, die in allen Bereichen der Weltpolitik miteinander interagieren. Die Teilnehmenden aus der Jahrgangsstufe 11-13 nehmen in dem Spiel die Rollen verschiedener Akteure der internationalen Politik ein (Regierungschef/-in, Staats-, Wirtschafts- oder Umweltminister/-in sowie Vertreter/-in der Vereinten Nationen, der Weltpresse oder einiger Nichtregierungsorganisationen) ein (Link: https://www.baks.bund.de/sites/baks010/files/broschuere_polis.pdf).
Sonstige Veranstaltungen
Polit-Cafés, Podiumsdiskussionen, Ausstellungen (z.B. „Misch dich ein“), Sonderveranstaltungen (z.B. mit dem Holocaust-Überlebenden Dr. Leon Weintraub).







