
24.08.2026 - Das FKG stellt Kultur-Preisträger.....
Persönlich und emotional
Region. Herkunft, Rassismus und Zukunftsängste: Unter dem Titel „Stadtbilder – Wer gehört zu Dir?“ hat der Landkreis Göttingen am Samstag im Jungen Theater seinen diesjährigen Kulturpreis in den Bereichen „Poetry-Slam“ und „Literatur – Short Story“ vergeben. Je eine Auszeichnung ging an Jugendliche unter 18 Jahren. Die Autorinnen und Autoren bewegten das Publikum mit ihren persönlichen und emotionalen Geschichten über Zugehörigkeit, Ausgrenzung aufgrund der Herkunft und ein Gefühl von Zuhause. (...)
Minel Düsüner gewann mit einem Text über ihren Namen den ersten Preis des Abends. „Also sagt mir, wann gehören wir dazu? Nach 10 Jahren? Nach einem Pass? Oder erst dann, wenn mein Name einfacher klingt?“, fragte sie rhetorisch in ihrem Poetry Slam. Mit diesen Worten beendete sie ihren Auftritt: „Und ich stehe heute hier, dritte Generation, mit ihrem Mut in meinem Namen.“ Das Publikum reagierte mit tosendem Applaus auf die schlagfertigen Worte der Gewinnerin in der Kategorie Poetry-Slam (U18).
Auch Matej Ditte beschäftigt sich in seiner Kurzgeschichte mit der Rechtfertigung der eigenen Herkunft. Für den 17-Jährigen ist das Thema nicht nur literarisch: Er habe selbst erlebt, wie ihm die Teilnahme an einem anderen Literaturwettbewerb verwehrt worden sei, „weil mir die Staatsbürgerschaft gefehlt hat“, berichtete Ditte. Als er durch ein Plakat vor seiner Schule von dem Wettbewerb erfuhr, wollte er diese Geschichte zu Papier bringen. Dittes Text ist ein Monolog aus der Perspektive eines Autors, der sein Werk der Jury präsentieren möchte. „Aber er kommt irgendwie nicht dazu“, so der 17-Jährige. Stattdessen versuche er seine Nationalität zu rechtfertigen. „Er ist zwar nicht Deutscher, aber er hat Schiller gelesen, er weiß, wer Bach ist“, sagte er über das lyrische Ich in seinem Text. (...)
Der Kulturpreis ist mit 6000 Euro dotiert. (...)
Minel Düsüner gewann mit einem Text über ihren Namen den ersten Preis des Abends. „Also sagt mir, wann gehören wir dazu? Nach 10 Jahren? Nach einem Pass? Oder erst dann, wenn mein Name einfacher klingt?“, fragte sie rhetorisch in ihrem Poetry Slam. Mit diesen Worten beendete sie ihren Auftritt: „Und ich stehe heute hier, dritte Generation, mit ihrem Mut in meinem Namen.“ Das Publikum reagierte mit tosendem Applaus auf die schlagfertigen Worte der Gewinnerin in der Kategorie Poetry-Slam (U18).
Auch Matej Ditte beschäftigt sich in seiner Kurzgeschichte mit der Rechtfertigung der eigenen Herkunft. Für den 17-Jährigen ist das Thema nicht nur literarisch: Er habe selbst erlebt, wie ihm die Teilnahme an einem anderen Literaturwettbewerb verwehrt worden sei, „weil mir die Staatsbürgerschaft gefehlt hat“, berichtete Ditte. Als er durch ein Plakat vor seiner Schule von dem Wettbewerb erfuhr, wollte er diese Geschichte zu Papier bringen. Dittes Text ist ein Monolog aus der Perspektive eines Autors, der sein Werk der Jury präsentieren möchte. „Aber er kommt irgendwie nicht dazu“, so der 17-Jährige. Stattdessen versuche er seine Nationalität zu rechtfertigen. „Er ist zwar nicht Deutscher, aber er hat Schiller gelesen, er weiß, wer Bach ist“, sagte er über das lyrische Ich in seinem Text. (...)
Der Kulturpreis ist mit 6000 Euro dotiert. (...)







