
17.10.2026 - Starker Nachwuchs-Torwart
„Einen Elfmeter zu halten, ist unglaublich“
Wollmann verletzte sich mitten im Elfmeterschießen. Bei der Parade, mit der er bereits seinen zweiten Elfer hielt, kam er ungünstig auf, verletzte sich an der Hand und musste behandelt werden. Doch aufgeben kam für ihn nicht infrage. „Ich wollte das durchstehen und dazu beitragen, dass wir gewinnen“, sagt der Göttinger. Also ging der 14-Jährige nach der Behandlung zurück ins Tor, hielt noch einen dritten Strafstoß und schnappte sich danach selbst den Ball. „Von den restlichen Feldspielern hatte sich bis dahin niemand wirklich getraut. Ich war froh, dass Janno in diesem Moment die Verantwortung übernommen hat“, sagte 05-Trainer Jan Steiger.
Am Morgen nach dem Spiel folgte dann die Diagnose im Krankenhaus: eine schwere Handprellung. Seitdem trägt Wollmann einen Gips. „In zwei Wochen schaut der Arzt noch mal darauf, und dann sollte es wieder gehen“, sagt er. Die Schmerzen seien schon deutlich besser geworden, weh tue es aber immer noch. Der Zeitpunkt für die Verletzung an seiner Schreibhand könnte jedoch schlechter sein. „Meine Mutter sagt, gut, dass Herbstferien sind.“
Sein Erfolgsrezept als Torhüter? „Elfmeterschießen heißt: Kopf aus und Fokus an“, sagt Wollmann. Um die Wolfsburger Schützen im Viertelfinale zu verunsichern, nahm er sich vor den Schüssen den Ball und beobachtete anschließend, wie sie standen und anliefen. „Ein Schuss ist drübergegangen, bei den anderen beiden lag ich mit meiner Ecke richtig“, sagt der Schüler des Felix-Klein-Gymnasiums. Das Gefühl nach einer Parade sei kaum zu beschreiben: „Einen Elfmeter zu halten, ist unglaublich.“ Drei Strafstöße zu entschärfen, ist umso besser. (...)







