Im Geldmuseum in Frankfurt

Große Wörter klein erklärt
Im Geldmuseum in Frankfurt dreht sich alles um Moos, Knete und stabile Preise

Ein Rind im Geldmuseum. Das ist wohl das Letzte, was die FKGler in einem Geldmuseum erwartet hätten.

Auch sonst hat das Geldmuseum einige Überraschungen auf Lager. Eingeteilt in sechs verschiedene Bereiche, bietet es zahlreiche Blickwinkel auf alles, was mit Geld zu tun hat. Das fängt bei der Tatsache an, dass es früher gar kein Geld gab. Die Menschen tauschten nur Waren aus. Erst nach und nach kamen erste Münzen und Scheine auf die Welt, veränderten sich und wandern heutzutage in die Portemonnaies der Bürger.
Dass dies nicht selbstverständlich ist, erklärt der Bereich „Stabiles Geld". Zweimal in der Geschichte mussten die Deutschen mit ansehen, wie sich ihr Vermögen in Luft auflöst. Dieses Phänomen nennt man Inflation und diese zu verhindern ist Aufgabe der Zentralbank.

Diese wird im Geldmuseum ebenso vorgestellt wie die Auswirkungen der Währungspolitik auf unser Leben. Jeder, der schon einmal die Euro-Zone verlassen hat, musste dafür fremde Währungen kaufen und wer das mehrmals getan hat, wird bemerkt haben, dass auch Geld immer unterschiedlich teuer ist.

Man merkt es schon nach kurzer Zeit, das Frankfurter Geldmuseum versucht, die großen Begriffe der Wirtschaft – Preisstabilität, Deflation, Kaufkraft – schülergerecht aufzubereiten. Dabei sind die Multimedia-Angebote deutlich ansprechender, die klassischen Texte werden von den Schülerinnen und Schülern weniger beachtet.

Beim Rausgehen fällt einem noch etwas auf: Selbst das Rind am Eingang finden wir in abgewandelter Form auch heute wieder, steht doch nichts anderes als ein Stier vor der Börse in Frankfurt.

Philipp Seibt