Januar 2007: FKG-Schüler schreiben für die FAZ

Wirtschaft ist langweilig? Nicht unbedingt, wie ein Projekt der Frankfurter Allgemeinen Zeitung beweist.

Seit einigen Jahren wird von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ein ganz besonderes Projekt Schülern der Oberstufe angeboten. Das Projekt „ Jugend und Wirtschaft" ermöglicht wirtschaftlich und politisch interessierten Schülern, Einblick in das journalistische Arbeiten einer Tageszeitung zu gewinnen und sogar die Mitarbeit daran.

Am Felix - Klein - Gymnasium nimmt Politiklehrerin Inga Lüth im Schuljahr 2006/07 mit ihrem Leistungskurs Politik/Wirtschaft und weiteren interessierten Schülern an diesem Projekt teil. Bundesweit sind circa 1000 Schüler von 60 Schulen mit dabei.
Die Teilnehmer bekommen die Frankfurter Allgemeine Zeitung und die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung ein Jahr lang kostenlos zugeschickt. Im Unterricht wird mit der Zeitung gearbeitet. Desweiteren haben die Schüler die Möglichkeit, zwei oder mehr Artikel für die monatlich erscheinende „Jugend und Wirtschaft" - Seite der Zeitung zu schreiben.

Die Schüler können selbständig zu einem Thema ihrer Wahl recherchieren, Interviews führen und ihren eigenen Artikel nach ihren Vorstellungen schreiben. Das Ganze geschieht unter Anleitung von Inga Lüth, die, ebenso wie alle Projektlehrer, hierfür unter Anleitung des IZOP-Instituts in Aachen eine Fortbildung absolviert hat. Die fertigen Artikel werden von einem Mitarbeiter des IZOP Instituts, Herrn Dr. Horstschäfer, redigiert und oft mehrfach mit Anregungen zur Verbesserung versehen, von den Schülern nachrecherchiert und umgeschrieben. Neben der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ist der Bundesverband der deutschen Banken Träger des Projektes. Zur Unterstützung der Schüler betreut der Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Herr Dr. Weber, die Klassen, begutachtet die Schülerartikel und erläutert den Teilnehmern in den Schulen bei „Redaktionskonferenzen" oder sogar in der Redaktion der F.A.Z. in Frankfurt Verbesserungsvorschläge Dies gewährleistet für die Schüler eine Grundlage, um qualitativ hochwertige Artikel zu schreiben. Die besten Artikel werden auf der erwähnten „Jugend und Wirtschaft" - Seite veröffentlicht, die am ersten Donnerstag jeden Monats erscheint und von den Teilnehmern immer mit Riesenspannung erwartet wird. Eine Einschränkung bleibt jedoch bestehen: das Thema des Artikels muss unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten betrachtet werden. Dies sei bei der Recherche des Artikels zeitweise zum Problem geworden, berichtet Insa Schiffmann aus der 12Sac. „Die Quellen haben sich oft widersprochen oder eine Auskunft war überhaupt nicht möglich." Das Projekt hat ihr den Journalismus aber auf jeden Fall näher gebracht. „Ich könnte mir den Beruf als Journalistin durchaus vorstellen. Allerdings würde ich mich eher mit dem Schreiben von Reportagen als mit  Wirtschaftsartikeln beschäftigen. Nur pure Fakten wiederzugeben, finde ich zu einseitig." Durch das Projekt ist das Arbeiten für die Schülerzeitung für Insa, wie auch für andere Teilnehmer, attraktiver geworden. Als Abschluss des jeweils ein Jahr andauernden Projektes werden besonders erfolgreiche Schüler und Schulen mit verschiedenen Preisen belohnt. So erhielt am 18.9.2002 die Projektgruppe des Felix - Klein - Gymnasiums den Schulpreis in Höhe von 5000 Euro, der jährlich an drei Schulen ausgegeben wird. Auch der Schülerpreis für den oder die besten Artikel, ein Laptop, ging bereits an eine Schülerin des Felix – Klein – Gymnasiums, an Esther Loose.
Für Insa hat sich der Einsatz bereits gelohnt, denn ihr erster Text mit dem Titel „Nicht nur Ärzte gucken in die Röhre- Der Markt für Endoskope ist heiß umkämpft" wurde am 4.1. 2007 auf der „Jugend und Wirtschaft" - Seite der F.A.Z. veröffentlicht.
Vielleicht werden in dem laufenden Jahr noch weitere Schülertexte auf diese Seite gehoben, von den bisher 20 Teilnehmern wurden 19 interessante Texte vorgelegt, die zweite Runde ist in Arbeit. Da seit kurzem außerdem auch noch 11 Schüler aus dem EA-Politik-Kurs von Herrn Bosk an dem Projekt teilnehmen , ist Verstärkung zu erwarten.

Robin Heerich