26.04.2014

Ungewöhnlicher Besuch am Felix-Klein-Gymnasium (FKG): Gut 80 Jahre nachdem er Nazi-Deutschland, seine Geburtsstadt Göttingen und seine alte Schule verlassen musste, besuchte am Donnerstag Gustav Victor Rudolf Born noch einmal das FKG. Mit ihm waren seine Frau, Kinder und viele Enkelkinder nach Göttingen gereist, um seine Geburtsstadt kennen zu lernen, in der der 92-Jährige seine ersten zwölf Lebensjahre verbrachte. Und sie sollten auch die Schule sehen, die er heute „nur in schöner Erinnerung" hat. Von 1928 bis 1933 büffelte der inzwischen mehrfach ausgezeichnete Medizin-Professor an der damaligen Oberrealschule und staunte, dass ihm Schulleiter Michael Brüggemann jetzt noch eine Kopie seiner damaligen Schüler-Karteikarte überreichen konnte. Neben anderen Personendaten steht darauf auch: „Staatsangehörigkeit – Preussen". Und sie bestätigt, wer Borns Vater war: der Physik-Nobelpreisträger Max Born.