06.03.2014

 Kobra und Skorpion mit Sensoren
Rund 60 Teilnehmer beim Robotik-Wettbewerb für Schüler

Göttingen. Die Kobra schlängelt sich langsam über den Boden. Wenn man eine Hand vor ihren Kopf hält, schnappt sie danach. Doch statt Panik löst sie Staunen und Begeisterung beim Betrachter aus. Der Grund: Sie ist ein Roboter. Einer von 27, die von technikbegeisterten Schülern verschiedener Schulen in der Region am Dienstag beim Robotik-Wettbewerb im Otto-Hahn-Gymnasium (OHG) vorgestellt wurden.
„Eigentlich macht alles an der Robotik Spaß – aber das Programmieren ist am besten", erzählt Marvin Weide (10) vom Felix-Klein-Gymnasium. Das müsse man aber ein bisschen üben. „Wenn der Roboter spinnt, ist es am Anfang schwierig, den Fehler zu finden", sagt er. Der fahrende Roboter, den sein Team gebaut hat, trägt Ultraschallsensoren an den Seiten. Sie sorgen dafür, dass er beim Fahren auf Plattformen nicht herunterfällt. „Das Tüfteln und Knobeln an der richtigen Programmierung ist eine schöne Abwechslung zur Schule", sagt der Schüler.
In Gruppen bis zu drei Schülern traten etwa 60 junge Programmierer zum Wettbewerb an. Zum zweiten Mal wurde er organisiert. Sechs Schulen nahmen teil. Der Wettbewerb teilte sich in drei Gruppen: Die Aufgabe der Fünft- und Sechstklässler war es, ihren Roboter aus verschiedenen Lego-Bausteinen über ein mit schwarzen Linien markiertes Holzbrett fahren zu lassen, ohne dass er herunter fällt. Die Grundschüler bewiesen, wie gut ihre Roboter über eine sieben Meter lange Strecke gerade auf dem Boden fahren konnten. Und beim Kreativwettbewerb zeigten die Schüler Roboter, die sich wie Tiere bewegen: Neben der Roboter-Schlange sorgten noch ein nachgebauter Fisch und ein Skorpion für staunende Blicke. Über die besten Programmierungen entscheidet eine Jury aus Acht- und Neuntklässlern.
„Die Kinder lernen, sich und ihre Roboter zu präsentieren und können sich mit Schülern von anderen Schulen austauschen", sagt Dennis Vespermann, Lehrer am OHG und Organisator des Wettbewerbs. Seit Dezember arbeiten die Schüler einmal pro Woche in der Robotik-Arbeitsgemeinschaft an ihren Robotern. Das Besondere an der Arbeit sei, dass die Schüler alles ausprobieren könnten und sofort ein Feedback bekämen.
Dass sie kreativ sein und am Computer arbeiten können, gefällt auch Tim Lajcsak (12), Jerryl Dylan Jacobi (12) und Marvin Bonkowski (13) vom Felix-Klein-Gymnasium. Die Zeit vergehe sehr schnell, wenn sie an einer Idee zum Programmieren feilen. Ihr Roboter ist der Skorpion: „Am besten finde ich den Stachel", sagt Jacobi stolz. Denn der reagiert auf einen Sensor.