13.07.2012

Ehemalige unterstützen Schule seit 100 Jahren
Förderverein des Felix-Klein-Gymnasiums

Göttingen (us). Mit einem ganz normalen Klassentreffen hatte es angefangen – in einem beliebten Studentencafé außerhalb der Schule. Heute zählt der „Verein der ehemaligen Schüler und Freunde des Felix-Klein-Gymnasiums“ (FKG) sicher zu den ältesten dieser Art im Land. An diesem Wochenende feiern die Mitglieder und Gäste seinen 100. Geburtstag – mit Festakt und Chorkonzert.
Der Geburtsort am 25. April 1912 war das damalige Café Hapke in der Nähe der Jacobikirche. Der Jahrgang Prima 1900 der einstigen Realschule hatte Klassentreffen. Aus der geselligen Runde heraus entstand die Idee einen Verein der Ehemaligen zu gründen, das FKG war damals selbst erst 22 Jahre jung. Seitdem begleitet der Verein die Entwicklung der Schule mit vielen Aktionen.
Sein größtes und viele Jahre zentrales Projekt nach dem 1. Weltkrieg: Er baute ein Landheim in Eddigehausen. Dort sollten die Schüler „außerhalb der Schule in der Natur leben und arbeiten können“, fasst der Vereinsvorsitzende Dieter Hildebrandt das Leitziel zusammen. Als Anfang der 80er-Jahre immer wenige Besucher kamen, verkauften der Verein das Landheim. Der Erlös bildet bis heute die Basis einer Stiftung.  Zugleich richtete der Verein seinen Zweck neu aus und unterstützt seitdem die Schule direkt – auch über den Stiftungsetat. Er fördert Unterrichtsprojekte, bezuschusst Investitionen der Schule und hilft aus, wenn Schüler eine Klassenfahrt nicht bezahlen können. Außerdem zeichnet die Stiftung jährlich während der Abiturfeier Schüler aus, die sich in besonderer Weise für die Schulgemeinschaft eingesetzt haben.
Heute hat der Verein 1040 Mitglieder – Ehemalige und Freunde. „Und wir wollen jetzt auch aktuelle Schüler mehr in unsere Aktivitäten einbeziehen“, so Hildebrandt. Zum Jubiläum haben die Ehemaligen eine Festschrift von 1928 zur Eröffnung des Schulgebäudes nachgedruckt. Sie kann über die Internetseite fkg.alumni.de bestellt werden.
Der Empfang zum 100. Geburtstag beginnt am Sonnabend, 14. Juli, um 11 Uhr in der Aula in der Böttingerstraße. Den Festvortrag hält der Literaturwissenschaftler Prof. Frank Möbus. Um 16 Uhr folgt ein Konzert mit dem Göttinger Knabenchor.