30.05.2012


Göttingen. Spezialreifen, Leichtbau-Karosserie und dünnflüssiges Öl für den Motor: Die Wagen sind bis ins kleinste Detail getunt, die Rennbahn ist mit Servicestation, Start- und Zielmarke und Lautsprechern aufgebaut wie bei den Großen. Wenn die zwölf- bis 15-jährigen Piloten ihre Wagen in Position bringen, brüllen jedoch keine Kraftstoffmotoren auf. Die Fahrzeuge tanken Licht statt Benzin. Und dann schnurren sie ganz lautlos über die Piste – angetrieben von der Sonne. Knapp 50 Teams von sechs Schulen zwischen Harz und Hann. Münden starten beim 7. Solar-Cup an der Geschwister-Scholl-Gesamtschule (KGS) in Göttingen. (...)
 Die Karosserien sind aus Balserholz, Pappe und Styropor. Und wenn sich am Renntag ein Teil löst, stehen an der Servicestation Lötkolben und Heißklebepistole zur Verfügung. Geklebt, aber vor allem viel gemalt, haben auch Vera Brieskorn und Noah Frank vom Felix-Klein-Gymnasium. Mit einem bunten Styropor-Fahrzeug und langen aufgesteckten Federn fahren sie zwar den anderen hinterher, ernsten aber viel Applaus von den Zuschauern. Einen Designs-Preis gibt es nicht, beim Solar-Cup geht es ausschließlich um Technik und Schnelligkeit in Verbindung mit Sonnenenergie. (...)