02.04.2007

 Abiturienten besuchen nach 50 Jahren alte Schule

Aus Pennälern werden Prominente: Reinhold Wittig und Gunter Hampel gingen in eine Klasse

Göttingen (ne). Zum ersten Mal – 50 Jahre nachdem sie die Schule verlassen haben – konnten ehemalige Schüler der „Felix-Klein-Schule", des heutigen Felix-Klein-Gymnasiums (FGK), am Sonnabend ihre Abitur-Arbeiten in Händen halten. Die Bemerkungen und Noten darin, die Lehrer, die sie vergaben – und die Erinnerung an eine gemeinsame Jugend tauschten 14 Abiturienten des Jahrganges 1957 an drei gemeinsamen Tagen in Göttingen aus. Zu erzählen gab es nicht nur Historisches, denn aus der 13c sind Männer mit außergewöhnlichen Lebensläufen hervorgegangen. Unter anderem Reinhold Wittig, der sich als Planetengeologe und Spieleautor einen Namen machen konnte oder Klaus Müller-Steffen, „der war General, wohl ohne jemals eine Waffe in der Hand gehabt zu haben", wie Klassenkamerad Klaus Heußel lacht, oder Harald Just, der bis vor kurzem selbst am FKG unterrichtete. Drei Ärzte, ein Pastor, Künstler und Naturwissenschaftler sind aus den ehemaligen Pennälern hervorgegangen. „Schade nur, dass einer unserer Stars fehlt", bedauerte Heußel, dass Gunter Hampel nicht kommen konnte. Der bekannte Jazz-Musiker und Multiinstrumentalist sei wohl gerade in Berlin und könne nicht an den Führungen durch die Erdbebenwarte, das Gauß-Haus, das FKG und der Wanderung zur Burg Plesse teilnehmen – und damit auch nicht an den Gesprächen über Streiche der Gymnasiasten, die gemeinsame Reise nach Namibia vor drei Jahren und vieles mehr.

Abitur-Arbeiten mit nostalgischem Wert: Die Schüler der 13c des Jahrgangs 1957 halten sie erstmals in Händen.