Religion

Das Fach Religion am Felix-Klein-Gymnasium

Der Religionsunterricht am Felix-Klein-Gymnasium versteht sich als Beitrag zu einer ganzheitlichen Bildung des Menschen. Das bedeutet, dass der Unterricht die Dimensionen des Erfahrens, Verstehens und Handelns miteinander verknüpft. Die Lehrkräfte sind bemüht, im Religionsunterricht der Sek I und Sek II den christlichen Glauben im Horizont der Lebenswirklichkeit der Schülerinnen und Schüler sowie deren Wirklichkeitserfahrung im Horizont des christlichen Glaubens verständlich und lebendig werden zu lassen.
Das Fach hilft dabei, unsere christlich geprägte Geschichte und Kultur zu verstehen und bringt bedeutsame menschliche Erfahrungen zur Sprache. Der Unterricht fördert religiöse Bildung und leistet damit einen eigenständigen Beitrag zum allgemeinen Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule (s. auch Niedersächsisches Schulgesetz §§2,3).  Dabei ist es für den Lehrenden ein wesentliches Ziel, den Schülerinnen und Schülern im reflektierten Bezug zum christlichen Menschenbild Hilfen zur Entwicklung und Entfaltung ihrer Persönlichkeit zu bieten und sie zu befähigen, das Grundrecht der Glaubens- und Gewissensfreiheit selbständig wahrzunehmen und zu gestalten, sie in konkreten Lebensbezügen für die Würde allen Lebens zu sensibilisieren und sie zu ermutigen, sich für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung einzusetzen.
Die religiöse Bildung hat historische, literarische, ästhetische, kulturelle und ethische Dimensionen und fächerübergreifende Aspekte. Der Religionsunterricht am Felix-Klein-Gymnasium ist methodisch vielfältig. Über das unterrichtliche Anliegen hinaus beteiligt sich die Fachgruppe an der Schulentwicklung und trägt durch fächerverbindendes Lernen und Projekte zur Profilbildung der Schule bei.  Als Schulfach (mit Lernkontrollen, Zeugnisnoten, Hausaufgaben und Prüfungsrelevanz) dient der Religionsunterricht einerseits der Wissensvermittlung, andererseits ist er ein Ort für ruhiges Nachdenken über Sinnfragen, für Gespräche und Orientierung. Es wird am Felix-Klein-Gymnasium im Sinne einer ökumenischen Kooperation evangelischer und katholischer Religionsunterricht erteilt (vgl. Niedersächsisches Schulgesetz §§ 124-127, RdErl. D. MK v. 10.5.11).

Der Religionsunterricht in den Jahrgängen 5 bis 11

 Vorbemerkungen

Die derzeit gültigen Kerncurricula für Katholische und Evangelische Religion für die Jahrgänge 5-10 des Gymnasiums sind am 01.08.2016 in Kraft getreten.

 Die Leitthemen benennen den inhaltlichen Bereich, der im Mittelpunkt des Unterrichts stehen soll. Leitthemen sind keine Unterrichtssequenzen, Unterrichtssequenzen werden aus den Leitthemen entfaltet.

 Die Leitthemen mit den jeweils aufgeführten inhaltsbezogenen Kompetenzen sind verbindlich und müssen jeweils am Ende eines Doppeljahrgangs erworben sein.

 Das schulinterne Fachcurriculum enthält eine Zuordnung der inhalts- und prozessbezogenen Kompetenzen zu Themen für Unterrichtssequenzen sowie Hinweise zur Verknüpfung mit dem eingeführten Lehrbuch und/oder weitere Materialien. Die inhaltsbezogenen Kompetenzen sind verbindlich; die 21 prozessbezogenen Kompetenzen (als längerfristige Unterrichtsziele für den Sekundarbereich I) sind schwerpunktmäßig zugeordnet, d. h. sie sollen in der jeweiligen Unterrichtssequenz besonders gefördert, müssen aber innerhalb dieser einen Sequenz nicht erreicht werden, weil sie sich in jedem der drei Doppeljahrgänge wiederholen.

Hinweise zu Möglichkeiten fächerübergreifenden und methodischen Lernens müssen, wenn weitere Erfahrungswerte mit diesem Curriculum vorliegen, ständig ergänzt werden. Die Fachgruppe sieht das Curriculum als immer im Fluss befindlich und veränderlich.

 Die verbindlichen Grundbegriffe sind dem Kerncurriculum entnommen und der leichteren Lesbarkeit halber nochmals hier aufgeführt. Eine Reihenfolge der Themen innerhalb der Jahrgänge ist nicht festgelegt; es bietet sich jedoch an, entsprechende Sequenzen mit entsprechenden Zeiten im Kirchenjahr zu verknüpfen.

 Im Schulalltag stehen in jedem Schulhalbjahr ca. 30 Unterrichtsstunden zur Verfügung (40 Std. – Klassenarbeiten, Klassenfahrten, Krankheit, übergeordnete schulische Angelegenheiten). Die für den Doppeljahrgang vorgegebenen Leitthemen mit ihren inhaltsbezogenen Kompetenzen sind in 4 x 30 Stunden zu unterrichten. Daraus ergeben sich folgende Kompetenzbereiche pro Jahrgangsstufe

Überblick über die Leitthemen, evangelisch und katholisch von Jahrgang 5-11- Stand 08/2018    

Jahrgang 5/6: Der Mensch als Geschöpf Gottes (Ich und die Anderen, Streit und Versöhnung, Angst, Geborgenheit, Regeln, Freundschaft), Reden von und mit Gott (Gott als Begleiter, Gebete), Geschichten vom Anfang ( Urknall-und Evolutionstheorie, Schöpfungsmythen) Zeit und Umwelt Jesu, Gemeinsam –glauben in verschiedenen Kirchen und Religionen, Symbole und Feste in Religionen kennenlernen.

 Jahrgang 7/8: Der Mensch auf der Suche nach Identität und Glück, Leben mit Behinderung, Befreiung und Rechtfertigung, die Botschaft vom gnädigen und gerechten Gott, Jesu Wirken und Botschaft vom Reich Gottes, Miteinander leben in Frieden und Gerechtigkeit, Prophetische Traditionen, ethische Handlungsfelder der Gegenwart, Glaubenspraxis und Werte der monotheistischen Religionen.

 Jahrgang 9/10 : Zuspruch und Anspruch Gottes als Grundlage christlicher Lebenshaltung und Nachfolge, Biografien bekannter Christen wie Albert Schweitzer, Mutter Theresa.. Unter schiedliche Zugänge zu Kreuz und Auferstehung in Kunst, Literatur, Theologie. Kirche und Staat, Kirchenkampf im dritten Reich, Verantwortung der Religionen für Frieden.. Welt- und Menschenbild in östlichen Religionen ( Hinduismus, Buddhismus), Umgang mit Leid in östlichen und monotheistischen Weltreligionen, Theodizeefrage nach Ausschwitz. Sterben und Tod als Anfrage an das Leben, ethische Probleme am Lebensende, Sterbehilfe.

 Jahrgang 11: Möglichkeiten der Identitätsstiftung durch Religionen, funktionaler und existenzieller Religionsbegriff. Naturwissenschaft und Glaube als unterschiedliche Zugänge zur Wirklichkeit, Weltbilder. Theologisch-wissenschaftliche Zugänge zu Bibel ( 2 Quellen Theorie, sozialgeschichtliche und tiefenpsychologische Zugänge zu Bibeltexten). Sozialethische Handlungsfelder wie Armut, Frieden, Asylrecht, Entwerfen von Projektideen dazu. Symbole und Rituale in Werbung, Kunst, Kultur und sozialen Netzwerken, Übergangsrituale.

  Der Religionsunterricht in den zukünftigen Jahrgängen 12 und 13

Religion wird als 5-stündiges Prüfungsfach schriftlich und mündlich (sog. eA- oder gA-Kurse) angeboten. Als Ergänzungsfach wird Religion 3-stündig erteilt.  
Neues KC für 5 Std. Prüfungsfächer

1.1. Was ist der Mensch- Ebenbild Gottes Gen1 Vergleich mit säkularen Menschenbildern, Grundlagen christlicher Ethik.

1.2. Ethische Konfliktfelder, Grundformen ethischer Urteilsbildung, Auftrag der ev. Kirche zu gesellschaftlichen Mitverantwortung 1.3. Tod eine Lebensfrage ? Unterschiedliche Deutungen des Kreuzestodes Jesu im Vergleich

2.1. Auseinandersetzung mit der Gottesfrage: Erfahrungen mit Gott, Unverfügbarkeit Gottes, Biografische Gotteserfahrung, Theodizeefrage

2.2. Gottesbilder im Wandel- Religionskritik

2.3. Religionen im Gespräch über Gott: Bekenntnis zu Jesus als spezifisch christlicher Zugang zu Gott, Interreligiöser Dialog, Chancen und Grenzen

3.1. Kirche in der (Post) Moderne: Jesu Botschaft vom Reich Gottes

3.2.Reich Gottes und Kirche

3.3 Juden und Christen

4.1. Freiheit und Verantwortung, Vergleich mit einem nicht-christlichen Freiheitsverständnis

4.2. Das verlorene Paradies- Rechtfertigung, Sünde, verschiedene Deutungen der Auferstehung

Halbjahresthemen für 5 Stündige Kurse EA Religion Halbjahresthemen

1.1.  Bis 1.3. plus: verschiedene Formen der Nachfolge Jesu

Plus: Verständnis von Erlösung im Vergleich zu östlichen Reinkarnationsvorstellungen

2.1-2.3. plus: Auseinandersetzung mit Definition „Woran du dein Herz hängst= Gott“, Relativierung der Religionsaussagen durch Aufklärung, aktuelle Beispiele von Atheismus und Religionskritik

3.1.-3.3. plus: Kirche und Staat in einer exemplarischen geschichtlichen Situation Plus: Bedeutung des jüdischen Hintergrundes Jesu für das christliche Gottesverständnis, plus: Theodizeefrage nach –Ausschwitz

4.1. plus: stellen dar, wie biblische Hoffnungsbilder die Wahrnehmung der gegenwärtigen Wirklichkeit verändern

Die einheitlichen Prüfungsanforderungen (EPA) in der Abiturprüfung finden Sie unter den folgenden Adressen

 Evangelische Religionslehre:

http://db2.nibis.de/1db/cuvo/datei/epa_10_evreligion.pdf

 Katholische Religionslehre

http://db2.nibis.de/1db/cuvo/datei/epa_10_kat-religion.pdf

 
Operatoren

 Operatoren geben an, welche Tätigkeiten beim Lösen von Prüfungsaufgaben erwartet werden. Für die Fächer evangelische und katholische Religion finden sich die Informationen unter dem Link:

http://www.nibis.de/nli1/gohrgs/operatoren/operatoren_uebersicht.htm


 Lehrwerke

 Von der Fachkonferenz Religion wurden folgende Lehrwerke für den Unterricht eingeführt:

 Mittelstufe

Katholische Religion:

Zeit der Freude (Jahrgangsstufen 5/6), Verlag Patmos

Wege des Glaubens (Jahrgangstufen 7/8), Verlag Patmos

Zeichen der Hoffnung (Jahrgansstufen 9/10), Verlag Patmos

 Evangelische Religion:

Das Kursbuch Religion 1 ( Jahrgangsstufen 5/6) Verlag Calwer

Das Kursbuch Religion 2 ( Jahrgangsstufen 7/8) Verlag Calwer

Das Kursbuch Religion 3 ( Jahrgangstufen 9/10) Verlag Calwer

Kompetent Evangelisch, Lehrbuch für den ev. RU 11. Jahrgangsstufe / Vernünftig Glauben, Arbeitsbuch für kath. RU Oberstufe

Bücher für die zukünftigen Jahrgänge 12-13 stehen bislang noch nicht fest.

Oberstufe

Katholische Religion:

Weltreligionen, Christentum ( (Q1 /Q2 ) Verlag Patmos

Arbeitsbuch Christentum, Patmos
Vernünftig glauben. Arbeitsbuch für den katholischen Religionsunterricht, Oberstufe, Schöningh 2011.

 Evangelische Religion

Religionsbuch Oberstufe (Q1 /Q2) Verlag Cornelsen

 Katholisches Lehrwerk ist noch offen.

Die Leistungsbewertung

Lernkontrollen

Die Jahrgänge 5 – 10

 Der Deregulierungserlass, der in Zusammenhang mit der Eigenverantwortung der Schule gültig geworden ist, regelt die Anzahl der schriftlichen Lernkontrollen pro Unterrichtsfach auf der Grundlage der Wochenstundenzahl pro Schuljahr. Daher werden

 in den Jahrgängen 5 – 10 zwei Klassenarbeiten pro Schuljahr geschrieben.

 Der Grundsatzerlass „Die Arbeit in den Schuljahrgängen 5 bis 10 des Gymnasiums“ räumt die Möglichkeit ein, eine der zwei schriftlichen Lernkontrollen pro Schuljahr durch eine andere Form der Lernkontrolle zu ersetzen. Die Fachkonferenz Religion hat von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht und als Ersatzleistung eine andere Form der Lernkontrolle beschlossen.

 Diese andere Form ist schriftlich oder fachpraktisch zu dokumentieren und mündlich zu präsentieren und bezieht sich auf

 - schriftliche Referate mit Präsentation

- Langzeithausaufgaben mit Präsentation

- Gruppenarbeiten zu einem Thema mit Präsentation

- Stationenlernen mit anschließender Präsentation der Ergebnisse

 Weitere Modelle sind möglich.

 Die Jahrgänge 11 und 12

 Im Jahrgang 10 muss beachtet werden, dass bei Belegung eines Prüfungskurses im Fach Religion mindestens im 2. Halbjahr der Klasse 10 das Fach Religion belegt worden sein muss.

 Jg. 11 (GA und EA) 3 Klausuren, 2 im 1. Semester, WE 1 Klausur pro Semester

 Jg. 12 (EA) 3 Klausuren, 2 im 3. Semester, im 4. Semester Abiturvorbereitungsklausur

Jg. 12 (GA) P4: 2 Klausuren, 2 im 3. Semester, im 4. Semester Abiturvorbereitungsklausur

Jg. 12 P5: 1 Klausur pro Semester

Jg. 12 WE 1 Klausur pro Semester 

Mündliche Leistungen

 Zu den mündlichen und sonstigen Leistungen (können) zählen:

 - sachbezogene und kooperative Teilnahme am Unterrichtsgespräch, 
diese umfasst die Qualität und Quantität der Mitarbeit und die Aktivität bei Gruppenarbeit

- mündliche Tests, kurze schriftliche Leistungskontrollen

- häusliche Vor- und Nachbereitung, ggf. Heft- und Mappenführung

- Erstellen von Unterrichtsdokumentationen (z.B. Protokolle, Lernplakate, Portfolios)

- Moderationen und Präsentationen, auch mediengestützt (z.B. Referate, szenische Darstellungen)

- Anfertigen schriftlicher Ausarbeitungen

- verantwortungsvolle, prozess- und produktorientierte Team- und
Gruppenarbeit (planen, strukturieren, reflektieren, präsentieren)

- Umgang mit Medien und anderen fachspezifischen Hilfsmitteln

- Anwenden und Ausführen fachspezifischer Methoden und Arbeitsweisen

- freie Leistungsvergleiche (z.B. Teilnahme an Schülerwettbewerben)

 Am Schuljahresbeginn sind die Schüler/innen und ihre Erziehungsberechtigten über die Gewichtung und die relevanten Kriterien der Leistungsbewertung zu informieren. Die schriftlichen und mündliche Leistungen werden, nach Beschluss der Fachkonferenz, in allen Lerngruppen, in denen eine schriftliche Arbeit im Halbjahr geschrieben wird, im Verhältnis 30-40 % schriftlich und 60 –70 % mündlich gewertet. Werden zwei Klausuren im Halbjahr geschrieben, beträgt das Verhältnis 50 : 50.

 Mindestens zweimal pro Halbjahr erhalten Schülerinnen eine Rückmeldung über ihren Leistungsstand.

Besondere Angebote an außerschulischen Lernorten

 Die Fachgruppe bietet den Schülerinnen und Schülern folgende ergänzende Aktivitäten:

-         Schulgottesdienste

-         Persönlichkeitsorientierte Kurse

-         Sozialpraktikum (s. Praktika)

-         Exkursionen

-         Kirchenpädagogische Exkursionen zu den Göttinger Stadtkirchen

-         Teilnahme an

  • Angeboten des Katholischen Jugendbüros Göttingen
  • Schülerseminaren der ev. Landeskirche in Loccum

               und der katholischen Bildungsstätte Germershausen