Musik

Musik und soziale Kompentenzen

In seinem Buch „The World is Flat“ betont Thomas Friedman die Bedeutung von Kunst- und Musikerziehung (engl. Liberal Arts) für die Zukunft unserer Kinder.

Schüler und Schülerinnen sollen lernen, horizontal zu denken:

 ...more than ever our secret sauce comes from our ability to integrate art, science, music and literature with the hard sciences. That’s what produces an iPod revolution or a Google.

 … mehr denn je kommt unsere geheime Würze von der Fähigkeit, Kunst, Musik und Literatur mit Naturwissenschaft und Technik zu vereinen. So entsteht eine „iPod revolution“ oder ein „Google“.

(Aus einem Gespräch zwischen Thomas Friedman (The World is Flat) and Daniel Pink (A Whole New Mind, das am 12. März 2008 auf der Homepage „Great Education Colorado“ veröffentlich wurde.)

Sir Simon Rattle und sein Großprojekt „Rhythm is it“:

Besonders wichtig bei der Musikerziehung ist der soziale Aspekt, der immer gegeben ist, wenn Menschen miteinander musikalisch kommunizieren. Da wird nicht nur ein individuelles Bedürfnis befriedigt, gleichzeitig findet auch eine Integration in die jeweilige soziale Gruppe statt. Sich mit der Stimme in einen Chor einzuschwingen oder die Choreografie eines Tanzes zu erarbeiten, kann ein tiefes Erlebnis von Verbundenheit, Geborgenheit und Freundschaft vermitteln. Da in einer Aktionsgruppe jede/r einzelne zum Gelingen des Projekts beiträgt, kommt jedem/r ein hohes Maß an Verantwortung zu, was wiederum den persönlichen Ehrgeiz weckt. Positives Feedback wiederum stärkt das Ego, vermittelt Lebensfreude und Vertrauen in eigene, möglicherweise bis dahin noch unbekannte künstlerische und kreative Potenziale. Menschen, die sich künstlerisch schöpferisch betätigen, können nachweislich Konflikte und Krisen eher konstruktiv als durch Gewalt lösen. Musik eignet sich als universale Sprache darüber hinaus als ideales Medium zur transkulturellen Verständigung. Überhaupt bietet die aktive musikalische Gestaltung ein starkes Gegengewicht in einer Gesellschaft, die von tiefer Entfremdung, Isolation, Leistung und Profitdenken geprägt ist und nur wenige Perspektiven für Lebensqualität und Selbstverwirklichung eröffnet.
 Kirsten Liese, 01.08.2004 über Sir Simon Rattles Großprojekt „Rhythm is it“.

Bilder vom Orchester                          Bilder vom Oberstufenchor

Impressionen von einer Chorfahrt