Französisch

Bonjour et bienvenue!

Französisch schlägt Brücken ... in Europa, in die Welt, zu mehr Wissen, zu neuen Erfahrungen.

Warum heute noch Französisch lernen?

Französisch – nach Deutsch die am meisten gesprochene Muttersprache in Europa – ist in über 44 Staaten der Welt Amtssprache, ca. 180 Millionen Menschen sprechen es weltweit, z.B. in Nord- und West--Afrika oder auch in Kanada (Québec).
Französisch ist die Sprache der europäischen Institutionen, der UNO und der internationalen Diplomatie. Französisch gilt als elegante und klanglich schöne Sprache mit besonderer Klarheit. Wer Französisch gut verstehen und sprechen kann, wird häufig bewundert.
Viele Erwachsene bedauern es, Französisch gar nicht oder nur unzureichend zu beherrschen. Das spätere Nachholen in den Kursen der Volkshochschulen ist meistens nicht so effizient wie das Erlernen der Sprache als Kind bzw. Jugendlicher.

Das Vorurteil, Französisch sei schwieriger als Spanisch, hat sich mittlerweile als falsch erwiesen (s. den Beitrag der Fachgruppe Spanisch am FKG). In beiden Fremdsprachen, die sich grammatikalisch und vom Wortschatz her sehr ähneln, geht es letztlich darum, kontinuierlich und selbstständig zu lernen und zu üben, um eine gute Basis zu erwerben. Da wir von Anfang an größten Wert auf das Erlernen einer korrekten Aussprache legen, ist dieser häufig zu Unrecht als Problem angesehene Punkt sehr schnell in den Griff zu bekommen, zumal die Aussprache des Französischen (anders als im Englischen) ganz klaren Regeln folgt.

Wer Französisch lernt, hat aufgrund der ähnlichen Strukturen die besten Voraussetzungen zum Erlernen einer weiteren romanischen Sprache wie Latein, Spanisch, Italienisch etc.. Frankreich ist darüber hinaus unser direkter Nachbar. Historisch gesehen bilden Deutschland und Frankreich den östlichen bzw. westlichen Teil des einstigen Fränkischen Reiches Karls des Großen (Charlemagne). Bereits im Mittelalter bildeten die beiden Länder also eine Einheit. Seit der Ära Napoleons bestand aber leider eine 150 Jahre währende „Erbfeindschaft, die in großen Kriegen, dem Deutsch-französischen Krieg 1870/71 und zwei verheerenden Weltkriegen zum Ausdruck kam. Nach dem 2. Weltkrieg und den Aussöhnungsanstrengungen unter De Gaulle und Adenauer wurden aus den Feinden nun Freunde und Partner.
Deutschland und Frankreich bilden den Motor für ein starkes Europa. Die deutsch-französische Zusammenarbeit besteht auf höchster politischer Ebene z.B. auch in regelmäßigen Konsultationen. Eine enge deutsch-französische Zusammenarbeit erweist sich aber erfreulicherweise auch in einem dichten Netz von Partnerschaften zwischen Städten, Kommunen, Institutionen und Vereinen. Das Deutsch-Französische Jugendwerk, das 1963 ins Leben gerufen wurde, bemüht sich um die Intensivierung der Kontakte, Reisen, Partnerschaften und um Projekte zwischen deutschen und französischen Institutionen bzw. Jugendlichen und jungen Erwachsenen.
Es ist hinreichend bekannt, dass Französisch eine Schlüsselqualifikation für das Berufsleben darstellt, da das Beherrschen einer zweiten oder dritten Fremdsprache immer mehr zur Voraussetzung für optimale Berufsaussichten wird. Internationale Konzerne wie z.B. Airbus . erwarten von ihren führenden Mitarbeitern Französischkenntnisse, ebenso kleinere Firmen, die Handelskontakte zu Frankreich pflegen. Und wer in die Welt der Diplomatie oder Europäischen Union einsteigen möchte, kommt um Französisch nicht herum.
Außerdem kann, wer in der Schule Französisch gelernt hat, die weltweit einzigartige Vielfalt der deutsch-französischen Studienangebote nutzen und so z.B. gleichzeitig deutsche und französische Abschlüsse erwerben und somit ein weiteres Plus für den beruflichen Werdegang erwerben. Nicht zuletzt ist Frankreichs kulturelles Erbe im Bereich der Literatur, Philosophie und Kunst äußerst präsent und einfach faszinierend. Hier geht es aber nicht nur um altbekannte Namen wie Balzac und Proust (Literatur), Truffaut und Godard (Film) oder Brel, Barbara und Brassens (Chanson), sondern auch um modernen französischen HipHop und Rap, Filme wie „die fabelhafte Welt der Amélie" und Autoren wie Anne Gavalda oder Eric-Emmanuel Schmitt.

Auch als Urlaubsland bietet Frankreich natürlich attraktive und wunderschöne Regionen, von der Bretagne bis in die Provence. Auch hier kann man Land und Leute und die französische Lebensart erst so richtig genießen und sich wie „Gott in Frankreich" fühlen wenn, man auf Französisch kommunizieren kann. Die Sprache unseres Nachbarn zu erlernen bedeutet, ihm persönlich begegnen zu können, Klischees abzubauen und zu einer friedlichen und wirtschaftlich sicheren Zukunft in Europa beizutragen.

Wie vermitteln wir an unserer Schule Französisch? Wo setzen wir Schwerpunkte?

Französisch wird am FKG wie an anderen Schulen ab der 6. Klasse als zweite Fremdsprache angeboten und lässt sich bis zum Abitur weiterführen. Ab Klasse 8 kann Französisch auch als 3. Fremdsprache mit dem Lehrwerk „Cours Intensif" erlernt werden. Bei der Vermittlung der Fremdsprache im Unterricht liegt der Schwerpunkt im kommunikativen Bereich – die Schülerinnen lernen, sich in alltäglichen Gesprächssituationen, wie z.B. beim Einkaufen, im Restaurant, auf Französisch zu verständigen. In den höheren Klassen werden zunehmend französische Originaltexte, Filme, Chansons etc. bearbeitet. Der Unterricht ist auf den Erwerb von Kompetenzen ausgerichtet, besonders auf das Sprechen und Hörverstehen wird großer Wert gelegt.
Natürlich kommt kein Schüler um das regelmäßige Vokabellernen bzw. die Kenntnis der Grammatik herum. Die frz. Grammatikregeln sind jedoch meistens sehr logisch und überschaubar. Wir unterrichten mit dem Lehrwerk Découvertes Cadet, das sowohl auf der modernsten Fremdsprachendidaktik basiert als auch altersgerecht auf die Interessen von Sechstklässlern zugeschnitten ist.
Am 22. Januar, dem Deutsch-Französischen Tag, der an den deutsch-französischen Freundschaftsvertrag seit 1963 erinnern soll, veranstalten wir Projekte bzw. besuchen Institutionen und Firmen, in denen die französische Sprache im beruflichen Alltag eine Rolle spielt.

Als sehr motivierend für den Fremdsprachenerwerb haben sich unsere Austausche mit unseren französischen Partnerschulen erwiesen. Im 8. Jahrgang besuchen wir unsere „corres" /Partner in den Partnerschulen in Pau am Fuße der Pyrenäen (gleichzeitig auch die Partnerstadt Göttingens) und Coueron bei Nantes in der Nähe des Atlantiks.
In der 10. Klasse pflegen wir einen seit mehr als 20 Jahren existierenden Austausch mit einem lycée in Lyon, eine der interessantesten französischen Metropolen. (Zeitweilig besteht auch ein Austausch mit einem Gymnasium in Amiens.) Die Hinfahrt nach Coueron, Pau und Lyon unterbrechen wir –meistens auch schon in der 8. Klasse -mit einem 1-2-tägigen „Schnupper"-Aufenthalt in Paris. Für die Klasse 10 bieten wir zusätzlich einen 2-3-monatigen Individualaustausch über das vom Deutsch-französischen Jugendwerk bzw. der Bundesregierung geförderte Brigitte-Sauzay-Programm an. Dieser längere Aufenthalt in einer französischen Familie bzw. der regelmäßige Schulbesuch ist eine besonders intensive Form, in die französische Alltagswelt „einzutauchen".

Mit dem Erwerb des international anerkannten Fremdsprachenzertifikats DELF können sich interessierte SchülerInnen in Anlehnung an den europäischen Referenzrahmen ein bestimmtes Sprachniveau bescheinigen lassen. Dieses kann sich nicht nur als Vorteil für das Berufsleben erweisen, sondern erleichtert darüber hinaus den Zugang zu französischsprachigen Hochschulen.

Alors: Bon courage et bonne chance! Et à plus!

Die Fachgruppe Französisch freut sich über motivierte Schülerinnen und Schüler!

Informationen zum französischen Sprachdiplom DELF